Karlheinz Paskuda

Bauskandal in Mannheim?

Artikel der Linken Offensive Kommunalpolitik (LOK) Mannheim, veröffentlicht am 9.12. auf deren Facebook-Seite:

Bauskandal in Mannheim?
Auf einer ganzen Seite (S. 14) in der ZEIT vom 09.12.16 unter dem Titel "Recht und Unrecht" wird Ungeheuerliches beschrieben: Die Wohnung eines Mieters in Q 6, der sich weigerte, dem Prestige-Projekt der Stadt Q6/Q7 zu weichen, wird widerrechtlich "aus Versehen" abgerissen. "Aus Versehen", das behaupten Diringer&Scheidel, nicht glaubhaft und der Bauleiter schweigt eisern.
Der Mieter findet eines Tages seine Wohnung seitlich aufgerissen vor: Teile seines Besitzes befinden sich in der seitlich offenen Wohnung, Teile im Bauschutt darunter. Irre. Er hat Recht und doch keine Wohnung mehr. Heute ist dort Primark.
Vielen Bürger*innen ist schon lange suspekt, wie in Mannheim Diringer&Scheidel Aufträge der Stadt erhalten. Jetzt könnte sich das zum Skandal entwickeln. Welche Rolle spielte der Baudezernent Quast? Welche Rolle spielte OB Kurz, der später Q6/Q7 persönlich einweihte? Die Kontakte von Kurz und Scheidel in der Neuostheimer "Bärenrunde" (eine Art Stammtisch, 14 tägig) sind mittlerweile stadtbekannt. Es riecht. Es riecht sehr nach Mannheimer Kluengel. Vorsichtig ausgedrückt.

Spannender Nachtrag von heute (17.12.): Keine Partei, auch nicht Die LINKE, stellt im Gemeinedrat irgendwelche Fragen nach Konsequenzen für die öffentliche Auftragsvergabe der Stadt an D&S. Auch der Mannheimer Morgen, der 2013 noch über den Prozess berichtet hatte, greift jetzt nach dem ZEIT-Artikel das Thema nicht auf. Sie sind sich alle einig...Was macht es schon, wenn ein Mannheimer Skandal über die ZEIT bundesweit bekannt wird????

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