Karlheinz Paskuda

Erinnerung: Mietendemo 30.10. in Mannheim

Freundliche Erinnerung:

Mietendemo Sa, 30.10., 14 Uhr ab Alter Messplatz

Medien haben sich angesagt, so auch das SWR-Fernsehen und das RNF. Deshalb: Mobilisiert, informiert Eure Freund*innen und Bekannten! Es muss vom 30.10. das Signal ausgehen, dass in Mannheim mehr getan werden muss, um den Wohnungsnotstand zu bekämpfen!!!



Hallo,

laut Hans-Böckler-Institut fehlen in Mannheim 21.000 preiswerte Wohnungen. Das treibt die Mieten nicht nur in der Neckarstadt in die Höhe. Eine Politik, die wirksam entgegensteuert, ist leider trotz "linker Mehrheit" im Gemeinderat noch nicht erkennbar. Im Gegenteil: im Jahr 2020 hat der Aufsichtsrat den Beschluss bekräftigt, im Adolf-Damaschke-Ring weiteren preiswerten Wohnraum abzureissen und nur teilweise durch einige neue preiswerte Wohnungen zu ersetzen. Dabei hat die GBG in den letzten Jahren bereits 800 preiswerte Wohnungen "rückgebaut", d.h. venichtet.
Daher wäre es super und wichtig, wenn nicht nur die Neckarstadt demonstriert: Alle Mannheimer*innen sind betroffen! Und auf der Homepage der Stadt steht noch im Oktober 2021, dass es in Mannheim ein "moderates Mietniveau" gäbe...Ein Hohn für alle von der Wohnungsnot Betroffenen und verzweifelt eine preiswerte Wohnung Suchende.
Ich werde den Redebeitrag für den Mieterverein halten. Ich freue mich, Viele von Euch am 30.10. bei der Demo zu sehen!



Ein Text des Offenen Stadtteiltreffens Neckarstadt. Für Euch alle zur Information :

Wir sehen uns auf der Straße! 

 

Wir mussten in diesem Jahr weiterhin feststellen, dass selbst die wenigen Versprechen der Stadtpolitik, eine tatsächliche Bürgerbeteiligung in Mannheim zu initiieren, nicht mehr als leere Worte blieben. Weder die Stadtverwaltung, noch Lokalpolitiker und Kooperationspartner der Stadt haben die enorm problematische Wohnungslage in der Neckarstadt - geschweige denn dem restlichen Stadtgebiet - auch nur ansatzweise ernst genommen. Längst vorhandene Verdrängung und Gentrifizierung werden weiterhin als nicht existent dargestellt, und unsere Thematisierung gar als übertrieben bezeichnet seitens der Stadt. 

 

Wir als Offenes Stadtteiltreffen konnten aber beweisen, dass es ein hohes öffentliches Interesse an der Wohnraumentwicklung in der Neckarstadt gibt. Durch unsere Boykott-Stromwerk-Kampagne haben wir nicht nur erneut auf die besonders bedenklich handelnde Immobilienfirma Hildebrandt und Hees aufmerksam gemacht. Wir konnten auch deutlich herausarbeiten, wie die dortige Geschäftsführung gemeinsame Sache mit lokalen Politikern treibt. Die positiven Rückmeldungen und die Solidarität die wir aus der Gemeinschaft aufgrund unserer Kampagne erhalten haben, war beispiellos. Das hat uns bestärkt und sorgt für Auftrieb. 

 

Neben dieser Firma gibt es jedoch diverse weitere Player im Stadtteil, die von den steigenden Mieten profitieren, oder aktuell an mehreren Stellen hochpreisigen Eigentums-Wohnbau betreiben - alles von den Verantwortlichen der Stadt geduldet oder gar gefördert.

 

Was bleibt, ist die Wut. Darum wollen wir am 30.10.2021 mobil machen und unseren Ärger und unser Unverständnis auf die Straße bringen. Wir möchten durch die Straßen der Neckarstadt ziehen und zeigen wer wir sind: Gemeinsam und laut! Jede*r ist eingeladen mit uns zu laufen und sich so klar gegen die Untätigkeit der wohnungspolitischen Akteure und für eine bezahlbare Neckarstadt einzusetzen! Die Zeit des Redens ist vorbei, wir sehen uns auf der Straße! 

 

Die Demo findet am 30.10.2021 ab 14:00 Uhr statt. Beginn ist am Alten Messplatz. Wir laufen durch die Neckarstadt und beenden unsere Demo wieder am Ausgangspunkt. Redebeiträge wird es unter anderem vom Mieterverein, dem linken Zentrum ewwe longt’s und der linksjugend solid geben.

Sonstiges:
Danke der Stadt Mannheim für die Erleichterung des Abschiedes aus Mannheim!
Das Dezernat I hatte wohl beschlossen und verkündet, dass der KOD (Kommunaler Ordnungsdienst) Geld einnehmen muss. Ich vermute mal, dass abzusehen ist, das der Etat für die Bundesgartenschau von 65 Millionen Euro netto weit überschritten wird. Deshalb werden jetzt stadtweit Strafzettel verteilt für PKW, die auf der "falschen Seite" stehen. Was jahrzehntelang kein Problem war, wird nun in einer dummdreisten Aktion geahndet. In der Neckarstadt bedeutet das ein vielfaches schnelles und gefährliches Wendemanöver auf engen Strassen, um den auf der gegenüberliegenden Seiten gefundenen Parkplatz zu sichern.
Nun erhielt ist das 15-Euro Ticket sogar in der fernen Feldstrasse in Feudenheim vor dem Garten. Ich zahle es mit einem müden Lächeln: Kauft davon ein paar Narzissen für die Blümchenschau 2023!

 
Beste Grüße

Karlheinz Paskuda,
Uhlandstr. 45,
68167 Mannheim,
demnächst:
Goßlerstr. 49 D
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