Karlheinz Paskuda

Schwerpunkt Wohnungspolitik

Schwerpunkte meiner Arbeit ist vor allem Wohnungspolitik: Gentrifizierung in Mannheim, nicht nur im Jungbusch, aktuell in der Neckarstadt, aber auch im Lindenhof und in der Schwetzinger Vorstadt. Kritisch bis fast absurd ist in Mannheim die Zusammenarbeit der Mannheimer Stadtverwaltung mit einem örtlichen Immobilienhai; Offenbar versucht die Stadtverwaltung die Umwandlung ganzer Stadtteile mit Hilfe dieses Unternehmens anzugehen. Es hat im Stadtteil Jungbusch bereits 23 Häuser, in der Neckarstadt - Ost 1-2 Häuser, eine unbekannte Anzahl in der Innenstadt nahe T4, aber in der Neckarstadt West bereits mehr als 30 Häuser aufgekauft. Das Muster ist dabei stets das Gleiche: Verlassen Mieter*innen die Wohnungen, werden die Wohnungen "renoviert" und danach zu Kaltmieten zwischen 10,50 und 13,50 Euro (oft an Studenten-WGs) vermietet. Solange ursprüngliche Mieter*innen dort wohnen, wird die Miete bis zum Mietspiegel angeglichen. Diese Wohnungen werden dann zur Argumentation, man habe quasi eine Sozialquote, herangezogen.
Diese Zusammenarbeit der Stadtverwaltung führt auch dazu, dass Mieter*innen sich bei drohendem Hausverkauf nicht mehr an die Stadt wenden, um Hilfe zu erhalten: Sie müssen damit rechnen, dass dieser Immobilienhai dann als Aufkäufer fungiert...

Platzt die Immobilienblase?

Sorgen bereiten auch Meldungen über das mögliche Platzen einer Immobilienblase in Mannheim. Mannheim gilt mittlerweile als hoch gefährdet. Diese Entwicklung ist hausgemacht: Mannheim hat in der vagen Hoffnung, dass finanzstarke Menschen zuziehen, zugelassen, dass ganze Stadtteile mit nur hochwertigen und entsprechend teuren Wohnungen zugebaut wurden. All diese Wohnungen wurden noch per Bebauungsplan "gesichert", bevor auch in Mannheim die 30%-Sozialquote eingeführt wurde. Wollen wir jetzt über diese Quote wirklich ein paar preiswerte Wohnungen erhalten, müssen wir wiederum
70 % teure Wohnungen akzeptieren. Wohnungen, die hier niemand mehr braucht, weil sie niemand bezahlen kann. Auf der Plattform Immoscout24 wird hete bereits eine Rekordzahl hochwertiger Wohnungen in Mannheim angeboten.

Auch die kommunale Wohnungsbaugesellschaft GBG mischt fleissig beim hochwertigen Wohnungsbau mit. So versucht sie. in der Stadtmitte (T 4) Wohnungen für stolze 4600 Euro pro qm zu verkaufen. Hoffen wir im Interesse Mannheims, dass sie diese Wohnungen verkauft hat, bevor klar wird, dass hier vieles Teure unverkäuflich bzw. zumindest unvermietbar ist. In der Carl-Benz-Strasse in der Mannheimer Neckarstadt hatte sie Häuser abgerissen, deren Miete unter 5 Euro lag. Sie hat dort hochwertigen Wohnraum errichtet, den sie jetzt für bis zu 13,50 Euro qm/kalt vermieten will. Ein absolutes Unding, das die Mieten in der Neckarstadt weiter in die Höhe treibt.

Einen noch sehr aktuellen Bericht zur kommunalen Wohnungsbaugesellschaft GBG findet Ihr im Neckarstadtblog unter:
https://www.neckarstadtblog.de/2019/07/18/viele-nennen-sie-noch-die-gemeinnuetzige/

Zwei Teile der Kolumne zum Thema "Turley - blühende Landschaften?" sind im "www.neckarstadtblog.de" erscheinen. Im Januar 2020 mit demTitel "das Turley der versprochenen Versprechen"   und im Juni 2020 die Fortsetzung mt dem Titel "Kein Ende in Sicht - Leben auf der Baustelle Turley "

Bundesweite Arbeit

Berichten werde ich in Zukunft aber auch über Arbeit in bundesweiten Aktionsbündnissen, stets bezogen auf das Themenfeld "Wohnungspolitik".
Hervorragende Rolle spielt in meiner Arbeit die bundesweite
"Plattform Kritischer Immobilienaktionär*innen". Das Thema der Vergesellschaftung der Immobilienkonzerne muss von Berlin ins Bundesgebiet getragen werden.
Für den
Mieterverein Mannheim e.V. bin ich aktiv im Arbeitskreis großer Wohnungsunternehmen des DMB und im Netzwerk Mieten & Wohnen.
Da die LINKE in Berlin und teilweise auch bundesweit und die RLS (Rosa-Luxemburg-Stiftung) in diesem Themenfeld eine hervorragende Arbeit machen, zudem die akl (Antikapitalstische Linke) innerhalb der Partei eine wichtige Aufgabe hat, bei der ich gerne mitarbeite, bin ich Mitglied der LINKEN; allerdings im KV Frankenthal.

 2020 lief durch Corona vieles anders als geplant:
- Der bundesweite Aktionstag am 28. März des Bündnisses MIETENWAHNSINN konnte nicht mehr stattfinden.
- Noch bei einer Tagung Mitte Dezember 2019 hatte die Plattform Kritischer Immobilienaktionär*innen" darüber diskutiert, wie die Vergesellschaftungsdiskussion der immobilienkonzerne von Berlin ins Bundesgebiet übertragen werden kann.
 - Die Hauptversammlung von Vonovia fand am 30 Juni 2020 in Bochum nur digital statt.
- Das Netzwerk Mieten&Wohnen plant  weiter einen großen Kongress, aber erst im Februar 2021 in Berlin.

Über die Wohnungspolitik hinaus gilt es natürlich nun, verstärkt auch die Aktivitäten gegen den Klimawandel aktiv zu unterstützen.
Und AUFSTEHEN GEGEN RASSISMUS wird leider auch eine immer dringlichere Aufgabe. Hierzu schaut auch das letzte
Interview in RON TV, kurz nach der Mannheim "Black lives matter" - Demo.

 

 



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AKTUELL zum Thema "Klimapolitik", Stand: Ende August 2019: Die Ad hoc-Stellungnahme von Leopoldina und Mannheims Realität

Unter Neuigkeiten findet Ihr

Weihnachts-Newsletter 2019 +++ Frankfurter Verhältnisse in Mannheim - OB Feldmann zu Gast bei der SPD-Mannheim +++Die Ad hoc-Stellungnahme von Leopoldina und Mannheims Realität +++
Die Gentrifizierung der Neckarstadt-Ost schreitet schnell voran +++  Unsoziale Aufwertung +++  Mannheim: Milieuschutz-Satzung muss her! +++ Bauskandal in Mannheim? +++ … dagegen ist manches in der Neckarstadt noch harmlos +++ Mein Beitrag bei der Monsanto-Demo am 21.05.2016 in Frankfurt

Unter Standpunkte:
BuGa bleibt Streitthema +++ 1,5 Millionen jährlich fürs Gerüst ums Technische Rathaus +++ Turley: Ankerinvestor Bocks als Philosoph und Herrscher  +++ BUGA - Arroganz der Macht: Quast & Co. +++ Wohnungssuche: Immer mehr Menschen ohne Chance +++ Block 9: wirtschaftliches Risiko und umweltpolitische Dummheit.

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